Der Herzog verabschiedet uns. Auffällig ist, dass er nicht mehr krank ist, Gryox hat mal wieder mit seinen Gaben geglänzt.
Bereits beim Aufbruch schafft es der Kutscher Boril, Aurelia zu reizen. Norbarden haben scheinbar eine recht eigene Sicht auf die Götterwelt, die man ihnen in Weiden scheinbar durchgehen lässt.
Aurelia und Rondrigo reiten nebenher, der Rest von uns sitzt im Inneren der Kutsche. Unsere Pferde haben wir hinten angebunden. Im Inneren der Kutsche läuft der Ofen, da es für Travia bereits sehr frisch ist. Wenn das so weiter geht, wird Weiden ein harter Winter bevor stehen.
Im Laufe des Tages ergeben sich ein paar interessante Diskussionen:
- Magie und Moral: Aurelia vertritt die Ansicht, es wäre das Beste, alle Magie auszubrennen und von Dere zu verbannen. Sie verweist dabei auf Liscom uns seine Schurkereien. Ich verweise auf Korobar, der aufgrund ausgebrannter Magie einen Dämonenpakt eingegangen ist, um Magie wirken zu können. Ich verweise auf eine fundierte Ausbildung, die die moralischen Aspekte berücksichtigt und Magier mit gefestigtem Geist in die Welt entlässt, wie es in Olport und Thorwal geschieht. Zumindest sind wir uns einig, dass Akademien, die dies nicht vollbringen, geschlossen gehören.
- Der Nutzen einer Kaleschka: Eine Kaleschka erscheint uns inzwischen als sehr gut geeignet für unsere Schicksalsgemeinschaft. Leider ist niemand in der Lage, so ein Gefährt zu steuern.
- Unsere Geweihten sind der Meinung, auf die magisch Begabten unter uns aufpassen zu müssen. Vayah als Elfe gilt dabei quasi als Kind, Gryox ist klein, sodass auf beide zusammen aufgepasst werden kann. Da Rorlik als mein Vetter als befangen gilt – ich glaube, Aurelia hat diesen Begriff aus dem garether Rechtswesen aufgebracht – darf er mich nicht beaufsichtigen.
Am Abend erreichen wir Braunklamm, der Vogt ist aber auf seiner Feste. Also suchen wir Norhold von Mauterndorf dort auf und werden freundlich begrüßt, nachdem wir uns ausgewiesen haben. Norhold, ein dicklicher, älterer Mann mit Kaiser Reto Gedächtnisbart lädt uns ein, mit ihm zu speisen. Beim Essen besprechen wir unser Anliegen und erhalten folgende Informationen:
- In Braunsfurth ist niemand verschwunden
- In Baliho dagegen soll es schlimm sein
- In Bährwalde geht es seit Jahren um
- In der Mark Sichelwacht kann Markverweser Ralmir von Zornbrecht-Hauberach Informationen über die Ereignisse in Salthel liefern
- Richtung Anderath gab es einen Überfall von Orks auf den Blaufüchsenhof. Dabei soll die Mutter getötet worden, sowie Vater und Sohn verschwunden sein
- Der Voigt bezweifelt, dass das einfache Volk alles berichtet, daher rät er uns, dass wir uns umhören sollen, besonders praioswärts, Richtung Menzheim
- Etwa seit Jahresbeginn verschwinden Menschen
- kein tulam. Magier ist in Erscheinung getreten, dies fragen wir nach, da wir an Liscom denken müssen
Der Vogt lädt uns ein, auf der Feste zu übernachten.