Ogerkacke, was für ein beschissener Tag voller Nackenschläge.
Erster Nackenschlag: Aurelia wacht in der Nacht schreiend auf, ein Alptraum. Es dauert lange, bis ich sie beruhigen und sie wieder einschlafen kann. Ich brauche noch lange, bis auch ich wieder einschlafen kann. Ein Traum, in dem Aurelia von blutigen Fleischbrocken überrollt und darunter begraben worden ist. Später am Tag kommt dazu die Überlegung auf, ob dies der Beginn einer Alptraumserie wird wie in Dragenfels.
Zweiter Nackenschlag: aufgrund des Alptraums verschläft Aurelia und kann nicht ihren Sonnengruß abhalten, was sie als schlechtes Omen deutet.
Beim Frühstück befragen wir den Wirt zu den Ereignissen hier. Neben den allgemeinen Dingen (Orküberfall, extrem kalter Winter schon im Travia, …) kann er uns über das Verschwinden eines Kutschers hier mehr berichten: Ein Horasier (Illandro Darando) hatte vor vier Wochen in der Nacht Kampfgeräusche gehört und ist in das entsprechende Zimmer gegangen. Dort hat er eine zerfetzte Leiche und überall Blut gesehen. Doch als die Büttel eingetroffen waren, war das Zimmer leer und sauber und der Kutscher war verschwunden.
Dritter Nackenschlag: Das entsprechende Zimmer war das Zimmer, in dem Aurelia und ich übernachtet haben. Wir untersuchen das Zimmer, erst munden, dabei finden wir keine Spuren. Dann betrachte ich das Zimmer mit einem wohl gelungenen Oculus. Echte Arkane habe nur ich hier hinterlassen. Aber etwas wirkt im Hintergrund, fast wie die Reflektion eines Schattens. Wenn hier vor vier Wochen Magie im Spiel gewesen sein sollte, war sie nicht sonderlich mächtig so dass ihre Spuren inzwischen ausgelöscht worden sind.
Wir müssen warten, da Gryox sich des ketzerischen Praiosgeweihten annehmen will. Mittags ist er dann so weit, dass wir aufbrechen können. Damit planen wir bis Keilersried zu fahren. Unterwegs werden wir unruhig und die Pferde scheuen. Ein Eisdrache zieht so tief über uns hinweg, dass wir ihn beinahe berühren können. Gryox weiß Einiges über die Monstrosität zu berichten:
- Er ist von dämonischer Grausamkeit
- Er fällt Alles und Jeden an, um seine Opfer zu zerhacken/zerfleischen
- Er verbringt 13 Jahre als riesige Raupe, verwandelt sich dann in die Drachenform
- Vermehren sich selten, lediglich alle 169 Jahre (13 x 13 Jahre)
- Werden 1313 Jahre alt
- Leben vornehmlich oberhalb der Eisgrenze
- Sind Chimären
- Haben keinen Drachenhort
- Sind sprach- und magiebegabt
- Sind dem Eis zugehörig
- Sind nicht durch Feuer oder Humus verwundbar
- Sind immun gegen Eiszauber
- Es sind keine Schwachstellen bekannt
Die Häufung der Zahl 13 lässt nur einen Schluss zu.
Der Drache landet etwa eine halbe Meile voraus, hinter einem Wäldchen. Aurelia, Gryox und Rondrigo machen sich auf, den Drachen zu bekämpfen. Sie finden Spuren, wo wohl ein Gletscherwurm gelandet, aber nicht wieder abgeflogen ist, und der Drache ist nicht da und hat auch keine weiteren Spuren im Schnee hinterlassen.
Vierter Nackenschlag, oder besser die große Katastrophe: Es kommt eine wunderschöne Elfe aus dem Wäldchen heraus und auf uns zu. Sie schlägt bis auf Aurelia alle in ihren Bann, besonders mich und treibt ihr Spiel mit mir. Die Geschichte, wieso sie im Winter nackt herumläuft, ihr Name, alles was sie erzählt hat, war wohl erlogen. Unter ihrem Bann kann ich gar nicht verstehen, wieso Aurelia so erbost reagiert. Doch als Aurelia sie aus der Kutsche zerren will, bricht ein – ich möchte es niederhöllisches – Chaos aus. Danach beobachten wir, wie sich die Elfe in einen Gletscherwurm verwandelt und beim Davonfliegen eines der Pferde tötet. Erst mit einer kräftigen Backpfeife von Aurelia fällt der Bann langsam von mir ab. Ich brauche den Rest der Fahrt bis Keilersried, um das Geschehen zu begreifen. Aurelia ist zu Recht sauer auf mich und spricht kein Wort mit mir.
Wenn wir wieder mit Vayah zusammentreffen, müssen wir sie Dinge fragen ob sie eine Idee hat, wer diese Elfe sein könnte, die sich Lysira genannt hat? Und vielleicht weiß sie wer oder was Dasa / Drasa ist, von dem die Elfe gesprochen hat.
Nach den Ereignissen in der Gorischen Wüste hatte ich mir die Bartperle zugelegt, um mich vor Beeinflussung besser zu schützen. Sobald mein Kopf wieder frei ist, werde ich die Perle untersuchen, ob eine Ladung ausgelöst worden ist. Dann wissen wir, ob es ein magischer Bann war oder etwas Anderes.
Ich muss dringend lernen, mich vor Beeinflussung besser zu schützen.