Olporter Tagebuch – Gier – 25. TRA 1016 (Teil 2)
Olporter Tagebuch – Gier – 25. TRA 1016 (Teil 2)

Olporter Tagebuch – Gier – 25. TRA 1016 (Teil 2)

Während wir den Toten untersuchen, wird Gryox angegriffen, wie sich später herausstellt von einem Goblin-Vampir. Dieser hat die ganze Zeit versucht, Gryox zu beißen, doch unser Gefährte hat geistesgegenwärtig einen Rüstungszauber auf seinen Hals gelegt, durch den der Goblin nicht beißen konnte. Im Kampf gegen die Kreatur zeigt sich wieder, dass sich Wunden bei diesen widernatürlich schnell schließen. Auch Aurelias geweihte Sonnenzepter erzeugte keine bleibenden Wunden. Armin gelang es, der Kreatur ein Bein abzutrennen, das sich nicht mehr erneuerte. Mein Luftdschinn, den ich herbei gebeten hatte, tat dann das Übrige, um die Kreatur zu zerreißen. Ich mag ja die Luftigen, doch wenn das Gespräch den Wunsch zu erbitten in der üblichen Kürze erfolgte, so war es dennoch besonders erbaulich.

Wir untersuchen den Vampir und die Umgebung. Der Körper der Kreatur ist in derselben Art von Magie durchwirkt, wie Fredo. Daran lassen sich wohl Vampire erkennen. Vayah findet in der Nähe eine Schneekuhle, in der die Kreatur gehaust oder eher gelauert hat. Der tote Fuhrmann hat eine schwere Wunde und Bissmahle am Hals – vier Eckzähne. Vermutlich hat der Goblin den Fuhrmann getötet oder kampfunfähig gemacht, ehe er ihn ausgesaugt hat. Um mehr über den Goblin zu erfahren, müssen wir ihn großflächig rasieren. Er hat etliche alte Narben, aber keine die jünger als 5 oder 6 Monate ist, dafür hat er viele Stellen, die wirken wie frisch gewachsenes Fleisch. Am Hals hat er erkennbar vampirische Bissmahle.

Auf der Weiterfahrt diskutieren wir die Erkenntnisse und kommen eher zu neuen Fragen als zu Antworten:

  • Der Goblin hat wenigstens den Fuhrmann nicht in einen Vampir verwandelt. Muss also ein Vampir eine spezielle Handlung vollziehen (z.B. es bewusst wollen), um einen neuen Vampir zu erschaffen? Oder kann das nur durch eine Art Meistervampir erfolgen?
  • Wird eine arme Seele zu einem Vampir, welchen Götterfluch erhält sie? Überträgt sich der Fluch durch den erschaffenden Vampir oder ist der Fluch in der Vergangenheit des Menschen zu finden? Zumindest die Efferdgeweihte war scheinbar nicht von Efferd verflucht.

Am Abend erreichen wir Anderath und kehren im Wirtshaus ein. Davor sitzt ein Trunkenbold in zerlumptem Mantel, darunter trägt er eine Praiosrobe. Er folgt uns in die Taverne, wo er ketzerische Reden schwingt (die mag ich gar nicht erst wiedergeben), sucht Streit mit einem anwesenden Bettelmönch bis ich schließlich den Kerl auf Aurelias Bitte hin vertrimme und am Boden fixiere. Auf Aurelias Befehl hin wird der Baron geholt, der sich des Kerls annimmt. Dabei erfahren wir, dass es sich bei dem Trunkenbold um einen der hiesigen Praiosgeweihten handelt. Bei dem Überfall der Orks wurde er schwer verletzt und hat sich seither stark verändert. Vermutlich sollte er den Noioniten übergeben werden.

Der Bettelmönch, Bruder Emmeran, ist ein Diener des PRAios, der Geld für den Wiederaufbau des Klosters Arras de Mott sammelt. Dieses wurde vor nicht allzu langer Zeit wieder von Orks gesäubert. Aurelia unterhält sich länger mit ihm. Er hat auch die merkwürdigen Geschichten vernommen, hat aber nicht weiter darauf geachtet. Zum Dank für unsere Hilfe lädt er uns ein, auf Arras de Mott Unterschlupf zu suchen, falls wir einmal durch den Finsterkamm reisen.

Was hat das Schicksal noch mit uns vor, wenn ich jetzt schon auf Aurelias Bitte hin einen Praiosgeweihten vertrimme, na ja auch wenn er sich wie ein Ketzer verhalten und gesprochen hat.

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