Ich bin Aurelia Glorificata von Gareth
Ich bin Aurelia Glorificata von Gareth

Ich bin Aurelia Glorificata von Gareth

Dienerin des Herrn Praios und Exorzistin in seinem Namen.

Benannt wurde ich nach der heiligen Aurelia, einer Lokalheiligen aus der Grafschaft Reichsforst (Garetien), die vor vielen hundert Götterläufen dem Treiben einer widerwärtigen Hexe durch die Macht des Götterfürsten ein Ende gesetzt hat und nach meiner Tante Glorificata, die ebenfalls dem Herrn Praios dient. Mein Weg war vorbestimmt.

Aufgewachsen bin ich im Haus meiner Familie in Gareth, in deren unterem Stockwerk sich die Tuchhandlung meiner Familie auch heute noch befindet. Bis zum Alter von ungefähr drei Jahren wurde diese vor allem von meiner Mutter, Elene Langenmantel, geführt. Nach ihrem viel zu frühen und höchst tragischem Tod im TSA 986 BF übernahmen ihre Geschwister. Ich wuchs dort in Obhut meiner Tante, Glorificata von Gareth, auf. Dazu zog meine Tante aus dem Tempel in das Haus unserer Familie, dass mitsamt Tuchhandlung an mich übergegangen war.

Bereits im Rondra 987 BF brach ich gemeinsam mit Tante Glorificata nach Glyndhaven auf. Der Tod meiner Mutter war nicht nur noch immer ungesühnt, sondern die Täter hatten es nun auch auf uns abgesehen. Weit später sollte Tante Glorificata die Frage aufwerfen, ob mein Vater eventuell etwas direkt oder indirekt damit zu tun gehabt hatte. Doch das Problem war, dass meine Mutter nie über ihn gesprochen hatte, nicht einmal mit meiner Tante.

Trotz aller Widrigkeiten trat ich am 1. PRA 1995 ins Noviziat bei der Praios-Kirche in der Stadt des Lichts ein. Dort erhielt ich 1003 BF auch meine Weihe. Noch während meines Noviziates lernte ich Greifwin kennen, aber erst nach meiner Weihe gaben wir uns unseren rahjanischen Gefühlen füreinander hin. Ich liebe, bewundere und verehre ihn wirklich sehr. Vieles von dem Wissen, das ich jetzt habe, habe ich von ihm gelernt. Auch er ist Exorzist. Doch während ich mich zu den Mystikern zähle, gehört er den Traditionalist an.

Vom Einsatz von Madas Fluch, ganz gleich von wem und zu welchem Zweck, halte ich recht wenig oder besser gesagt gar nichts. Es gibt nichts unter dem derischen Himmelzelt, was man nicht mit dem Wirken der Götter bewerkstelligen würde können. Verständlicherweise lehne ich daher auch jeden Einsatz von Magie an mir selbst ab und würde jedes zuwiderhandeln mit einer Anklage ahnden. Trotz alle dem, muss ich das Treiben der Gildenmagier tolerieren – zumindest so lange sie sich an den Kodex halten. Natürlich bin ich der Meinung, dass es für alle Magiewirkenden besser wäre, sie von diesem entsetzlichen Fluch zu befreien.

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