Es ist so weit, das Schicksal hat wieder nach uns gegriffen. Immerhin hat es Aurelias Schwangerschaft und die Geburt abgewartet. Bei einem ihrer vielen Besuche im Tempel ihres Herrn erreicht die Bitte Aurelia, zusammen mit ihren Gefährten sich in Arras de Mott umzusehen, dort haben sich merkwürdige Ereignisse und Unfälle ereignet. Wir hätten ja bereits mehrfach bewiesen, dass wir merkwürdige Probleme lösen können.
Während also Aurelia mit Aargunde mal wieder den Tempel aufsucht, warten wir davor und ich finde endlich Gelegenheit mich mit Vayah über das Geschenk auszutauschen, dass sie von Luzelin erhalten hat. Ihre Beschreibung ist zwar eine typisch elfische, aber ich kann es doch soweit erfassen, dass eine magische Analyse meinerseits nicht mehr notwendig ist (Danke Firion): Sie hat sich mit dem Hautbild vertraut gemacht und konnte es in ihr Lied aufnehmen, da es nichts Neues darstellt, sondern nur bestehende Neigungen ihrerseits verstärkt oder hervorhebt, daher wurde sie vom Zeichen erwählt. Zuerst einmal bietet ihr das Zeichen die Möglichkeit bei Jedem ein Tier zu erkennen, das der Seele der Person nahekommt. In seltenen Fällen passiert dies von selbst, aber meistens muss sie aktiv dies erblicken. So hat sie für ihr Geschenk zu unserem Traviabund aktiv dies bei Aurelia (Hirschkuh) und mir (Möwe) gemacht. Sehr interessant. Bei dem Rest der Gruppe hat sie nicht aktiv geschaut.
Nota Coordination: in der Gruppe besprechen, ob Vayah das für alle nachsehen soll
Nota Mirum: das erinnert mich im Verhalten an mein Auge, das auch manchmal ein Eigenleben entwickelt.
Nota Analysis: was stand dazu in den Al’Anfaner Prophezeiungen?
Außerdem ist mit dem Bild die Harmonie noch wichtiger geworden. Hier hat sich Vayah selbst für eine Elfe sehr vage ausgedrückt, daher vermute ich, dass ihr die Bedeutung dieser Harmonie noch nicht ganz erschlossen hat.
Am Rückweg gibt es Unruhe am Andergaster Tor, Aurelia erwirkt mit Unterstützung von Rondrigo und Armation Zugang zur Quelle dieser Unruhe. Ein paar Mönche aus Arras de Mott sind angekommen, einer der Ihren ist auf dem Weg bei einem Überfall von Orks getötet worden. Dass nicht mehr passiert ist, hat der Zug zwei mitreisenden Zwergen zu verdanken. Angeführt wird die Truppe von Bruder Emmeran, den wir bereits in Anderath kennengelernt haben und so beschließen wir, die Mönche auf ihrem Rückweg zu begleiten. Laut ihrem Bericht ist der Weg aufgrund von Steinabgängen nur zu Fuß und mit Packpferden zu bewältigen.
Während wir uns reisefertig machen hängt Bruder Anselm Anschläge aus, in denen Freiwillige für den Wiederaufbau des Klosters gesucht werden. Währenddessen besuchen Gryox und Vayah den verwirrten Zwerg Arthag und Vayah betrachtet ihn. Er ist nicht irre, aber sein Geist ist umwölkt, so fasst sie ihre Erkenntnisse zusammen.
Am Abend gibt es eine kurzweilige Unterhaltung über Geld. Gryox mag es nicht und er hat sogar Probleme damit, dass sein Volk das Erz aus dem Leib Sumus heraus reißt, eine ungewöhnliche Sichtweise für einen Zwerg, aber Gryox ist auch kein normaler Zwerg. Jedenfalls hat er sein herzögliches Geld seiner Frau überlassen. Dem allgemeinen Konsens, dass das das Schicksal verheirateter Männer sei, kann ich nur entgegen, dass meine Frau über mehr Geld verfügt als ich. Das kommentiert Armation spöttisch damit, dass Aurelia ja auch besser mit Geld umgehen könne.
Rondrigo besorgt drei Packpferde und am 1. RON geht es frühmorgens los. Neben den Mönchen und uns haben sich noch fünf weitere Personen eingefunden, darunter ein Steinmetz und der verwirrte Zwerg Arthag. Mit unserem Aufbruch setzt Nieselregen ein, das passt perfekt zu diesem verregneten Sommer. Bruder Emmeran schreitet voran und trägt einen schweren Gong vor sich her.
Unterwegs beginnt Armatio mit dem Reitunterricht für Aargunde, da sie noch nie auf einem Pferd saß, aber uns in Zukunft vermutlich auch auf einem Pferderücken begleiten muss. Die Nacht verbringen wir in Weihenhorst, einer befestigten Siedlung unter der Aufsicht von Jonus Schieler, einem Veteranen und Helden der Orkkriege. Wir erhalten Essen und eine trockene Unterkunft. Auch der nächste Tag vergeht ereignislos, doch diesmal müssen wir in einem Wäldchen Unterschlupf suchen.