Olporter Tagebuch – Gier – 28. TRA 1016
Olporter Tagebuch – Gier – 28. TRA 1016

Olporter Tagebuch – Gier – 28. TRA 1016

Heute Nacht hatte Rondrigo einen Alptraum. Wir fürchten immer dass sich die Folgen von Träumen wie in Dragenfels wiederholen, aber zum Glück war der Traum folgenlos: Er träumte, er habe blutigen Ausschlag im Gesicht und als er diesen abkratzte löste sich seine Haut und darunter kam ein anderes Gesicht zum Vorschein. Er glaubt, das Gesicht zu kennen, kann es aber nicht einordnen.

Aurelia ist immer noch sauer auf mich und beschimpft mich weiterhin als Drachenschlecker. Bei der nächsten Begegnung will sie diese Drachenelfe töten, ich werde ihr dabei helfen, ich hoffe nur ich kann dann ihrem Bann widerstehen.

Wir gehen in den Wald zur Hütte des Jägers. Obwohl es schon mehrere Tage her ist, versuche ich einen Odem. In der Zeit sind die Spuren so verblasst, dass sie kaum noch zu erkennen sind. Doch schließlich entdecke ich den Rest einer magischen Aura, die sich soweit aufdröseln lässt dass wir sicher sind, hier war ein „normaler“ Vampir und nicht die Drachenelfe persönlich am Werk. Wenn der Vampir sich verhält wie die Vampire, die wir bisher erlebt haben, muss er noch in der Nähe sein. Vayah macht sich auf die Suche, dazu beschreitet sie eine Spirale. Die wenigen Spuren, die sie dabei findet sagen ihr, dass wir es hier nicht mit einem geistlosen Monster zu tun haben sondern mit einer Gestalt, die sich im Wald auskennt. Daher bietet Gryox ihr an, sie mit seiner Waldmagie zu unterstützen. Wie sich zeigte, war es eine blöde Idee, zwergische Magie auf eine Elfe zu sprechen. Danach war Vayah nicht mehr in der Lage sich ohne Schaden im Freien zu bewegen. Rondrigo und ich haben sie unter Mühe in die Hütte gebracht, wo sie sich vor dem Feuer zusammengerollt hat. Gryox hingegen hüpfte wie ein besoffenes Eichhörnchen durch den Wald. Den Zauber hab ich mir näher ansehen müssen. Die Fäden des Zaubers sind wunderbar miteinander verwoben, weisen eine kristalline Struktur auf und scheinen mit der dritten Sphäre verbunden zu sein. Aber gleichzeitig herrscht in der Struktur das totale Chaos, das die Wirkung des Zaubers in Gegenteil verkehrt. Auch wenn ich den Zauber nicht kenne, dies war ein formidabler Zauberpatzer.

Nota Scienta (I): Die arkane Kraft der Zwerge scheint in der dritten Sphäre zu wurzeln. Dies muss Sumus Kraft sein.

Nota Scienta (II): Sind zwergische und elfische Magie so gegensätzlich, dass dies eine normale Auswirkung ist?

Da der Zauber bis zum Sonnenaufgang anhält müssen wir in der Hütte bleiben. Rondrigo passt auf Gryox auf, der weiter durch den Wald hüpft. Während dessen gehen Aurelia und ich ins Dorf um uns für die Nacht auszustatten. Als wir das Dorf verlassen, kommen uns Gryox und Rondrigo entgegen, da Gryox meint eine Spur ins Dorf gefunden zu haben. Nun befürchtet er, dass der Vampir unentdeckt im Dorf lebt. In seinem Zustand bezweifle ich, dass er die richtige Spur gefunden hat. Vermutlich ist er unseren Spuren gefolgt.

Während wir uns in der Hütte auf die Nacht vorbereiten, vernehmen wir draußen etwas. Als wir nachsehen, wird Rondrigo von einem vergifteten Pfeil getroffen, wir ziehen uns in die Hütte zurück. Rondrigo weist immer darauf hin, wie wichtig ihm Praios ist, daher verzichte ich auf Magie und operiere den Pfeil so heraus. Vayah identifiziert das Gift als leichtes Gift, dass in einer Stunde verflogen sein wird.

Dann hören wir etwas hinter der Hütte am Feuerholz.

Rondrigo bleibt zurück um Vayah zu beschützen, die in ihrem Zustand dazu selbst kaum in der Lage ist. Aurelia, Gryox und ich gehen raus, den Angreifer zu stellen. Zuerst trifft mich ein Pfeil, da ich die Lampe trage, aber wir können eine Gestalt ausmachen und nach einiger Zeit auch stellen. Leider sind unsere Mühen vergeblich. So erzielt etwa ein formidabler Ignifax zwar sichtbare Wirkung, doch heilen bei dem Vampir umgehend die Auswirkungen umgehend. Lediglich die Kraft des Götterfürsten, von Aurelia erbeten, zeigt Wirkung und vernichtet ihn schließlich. Danach ziehen wir uns in die Hütte zurück, wo wir den Rest der Nacht etwas zur Ruhe kommen.

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