Olporter Tagebuch – Alptraum – 23. Ing. 1015
Olporter Tagebuch – Alptraum – 23. Ing. 1015

Olporter Tagebuch – Alptraum – 23. Ing. 1015

(Text von Robert / Rondrigo)

Am nächsten Morgen suchen wir Mutter Linai auf und treffen sie bei Reisevorbereitungen an. Wir bieten ihr an, uns um das Problem in Dragenfeld zu kümmern, was sie dankbar annimmt. Sie organisiert uns Packpferde und Proviant, während wir in Phex-Tempel, Praios-Tempel und der Bibliothek von Baliho nach Informationen zu Dragenfeld und Umgebung sammeln. Wir erfahren unter anderem von einer latenten Bedrohungslage durch Rotpelze und dem Umstand, dass der zuständige Baron als Wegelagerer für vogelfrei erklärt wurde.

In der Bibliothek stellt sich heraus, dass vor Kurzem ein tulamidischer Magier namens Hamid bin Seyshaban zu Gast war und anscheinend aus dem einzigen magischen Buch des Hauses diverse Seiten herausgetrennt hatte. Diese Seiten enthielten die „Orakelsprüche von Fasar“. Nur der erste Spruch war noch vorhanden, aber so unverständlich, dass nicht ersichtlich wurde, wozu der Magier dieses wirre Geschwafel brauchen könnte.

Nach dem Besuch in der Bibliothek treffe ich auch endlich Celissa wieder. Ich schaffe es, den ewig neugierigen Hjore unter einem Vorwand loszuwerden und verbringe den Rest des Abends in angenehmerer Gesellschaft. Wir brechen auf und erreichen Anderath, wo ein Großteil der Verantwortlichen der Praioskirche versammelt zu sein scheint. Prätoren, Inquisitoren, Sonnenlegionäre und Bannstrahler, wohin man schaut. Sie alle scheinen über die Vision von Prätor Brunn Baucken zu diskutieren. Selbst Hilfe von Magiern der beiden Reichsakademien aus Gareth und Perricum haben sie sich dazugeholt. Unsere Nachricht über die Vision von Mutter Linai und den wahrscheinlichen Tsa-Frevel in Dragenfeld versetzt die ganze Versammlung in noch größere Aufregung. Der Großinquisitor Amando Laconda DaVanya gibt uns bis zum 15. Rahja Zeit, um die Umstände in Dragenfeld zu klären und nach Anderath zurückzukehren, bevor er hochnotpeinliche Untersuchungen in sämtlichen Tsa-Tempeln Weidens durchführen lassen will.

Wir folgen der Reichsstraße in Richtung Trallop. Auf halbem Weg nach Braunsfurt geraten wir in der Abenddämmerung an einen Bauernjungen, der sich einen Spaß daraus macht, sich als Räuberbaron auszugeben. Er kann den Göttern danken, dass er noch nicht rechtsfähig ist, sonst hätte er für seinen dreisten Streich am nächsten Baum gehangen. So aber lädt er uns schließlich in Travias Namen auf den Hof seiner Eltern ein, welche die göttergefällige Einladung höflich bestätigen. Als wir uns zum Abendmahl niederlassen, es gibt leckeren Haferbrei, trifft die Rondra-Geweihte Ayla von Schattengrund auf dem Hof ein und verlangt nach Gastung, welche ihr ebenso gewährt wird wie uns. Sie erzählt, dass sie aus Tobrien komme und mit Nachricht nach Rhodenstein unterwegs sei. Nebenbei erwähnt Ayla, dass der gefürchtete Schwarzpelz Rul’Garop, der Entführer der Greifenfurter Markgräfin, aus dem Kerker von Burg Rhodenstein entkommen konnte.

In der Nacht wird Aurelia davon geweckt, dass Ihro Gnaden von Schattengrund, offensichtlich in einem unheiligen Alptraum gefangen, versucht, sich bei lebendigem Leib selbst die Gedärme aus dem Bauch zu reißen. Dank Rorliks beherztem Eingreifen und einem gemeinsamen Gebet der beiden Geweihten zum Herrn Boron, schaffen sie es, Ayla wieder zur Besinnung zu bringen. Während Gryox die Wunden versorgt, welche sie sich im Wahn selbst zugefügt hat, erzählt die Geweihte, dass sie schon seit ein paar Tagen von schlechten Träumen verfolgt wurde, aber noch keiner so schlimm gewesen sei wie der jetzige.

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