Inzwischen weiß ich, dass es meine – nein unsere – Schicksalsaufgabe ist, Borbarad zu stoppen. Es wird eines großen Liedes würdig und ich erwarte nicht, dass einer von uns das überlebt. .
Wir beschließen, dass jeder von uns alle, die erreichbar sind, über die Ereignisse informiert. Anschließend wollen wir uns wieder in Gareth treffen, da es zentral im Mittelreich ist und mir die Gefährten nicht in meiner Einschätzung folgen wollen, dass Borbarad zuerst in Maraskan zuschlagen wird. Zusätzlich müssen wir Informationen sammeln.
Armin reist direkt in seine Heimat, der Rest von uns reist nach Trallop, dem weidener Herzog Bericht zu erstatten. Dort verbringen wir die namenlosen Tage, dann trennen sich unsere Wege. Gareth liegt auf meinem Weg. So begleite ich Aurelia und bleibe ein paar Tage in Gareth für den Fall, dass sie bei ihrem Bericht eine magische Analyse erwünscht ist. Danach reise ich mit Rorlik nach Kendra, um Snorri, Sura und Eldgrimm über die Ereignisse und meine Schicksalsaufgabe zu informieren. Anschließend nach Thorwal zu Tronde und Phileason. Die Akademien in Thorwal und Olport werden auch informiert, dazu statte ich den Bibliotheken einen Besuch ab. Rorlik unterrichtet die Kirche, dann trennen sich unsere Wege und er reist auf schnellstem Weg in seine Heimat, seine Otta informieren.
In Grangor informiere ich Hesindigo. Er verspricht, die Ohren offenzuhalten und mich zu informieren. Dazu erhält er Aurelias Adresse. Die Akademie informiere ich auch, doch spare ich mir die hier die Bibliothek. Illusion wird uns kaum weiter helfen können. Dafür verweile ich länger in der Akademie Punin, die eine der besten Bibliotheken auf Dere hat. Dabei stelle ich fest, dass erstaunlich wenig über die Ereignisse zu finden ist.
Primis – Die magischen Linie
Auch wenn sie irgendwie bekannt sind, scheinen sie nicht erforscht. Es gibt ein paar Theorien, deren Autoren sich aber spinnefeind sind. Der einzige Konsens ist, dass Dere von so einem Netz Madas überzogen oder durchdrungen ist, aber schon über die Frage „ob durchdrungen oder überzogen“ entbrennt ein Streit. Ergo – nichts. Bin gespannt, ob mir die Linien erneut begegnen und ob ich was erkennen kann.
Sekundo – Das Auge
Hier wurde ich etwas besser fündig, aber nicht ausreichend.
- Das Auge war Bestandteil des Rituals. Als Borbarad durch die dritte Sphäre trat, verblieb es bei mir.
- Eine Selbstanalyse war mir nicht möglich, wenn ich Zeit habe, werde ich prüfen wie ein Spiegel im Zauber eingesetzt werden kann.
- Aurelia hat das Auge geprüft, es ist (oh Wunder) magisch, hat Hellsichtkomponenten und hat keinen Bezug zur siebten Sphäre.
- Seit das Auge vollständig die Augenhöhle ausfüllt, kann ich damit sehen, wenn auch mit einem Rotschleier. Mit einem Auge normal und ein Rotschleier mit dem zweiten Auge ist schon gewöhnungsbedürftig.
- Damit ich das Aufsehen etwas reduziere, verwende ich nun Hüte mit so breiter Krempe wie der Codex es zulässt.
- Eine Analyse von Gryox zeigt ebenfalls Hellsicht, aber auch eine Tendenz zu Einfluss und Schaden, außerdem scheint es urtümliche Magie zu sein
- Das Auge hat eine Art Eigenleben entwickelt. Es mag nicht verdeckt sein, manchmal für kurze Zeit toleriert es eine Augenklappe. Auch beschließt es manchmal vom sich aus, den Blick in die magische Welt zu öffnen. Ein Oculus und dazu parallel noch in der dritten Sphäre sehen zu können ist speziell (ein besseres Wort fällt mir nicht ein). Vielleicht ist dies eine Abhandlung wert.
- Der Rubin / das Auge ist wohl der Stein von Selem, wobei ich bei der Größe des Auges davon ausgehe, dass es nur ein Teil des Steines sein kann.
- Der Stein von Selem war eine von den Göttern geschickte Strafe für das Sultanat Elem dafür, dass sie ihre Macht auf Hrangars gestützt hatten. Laut Quellen sollen vornehmlich PRAios, EFFerd und PHEx dafür verantwortlich gewesen sein.
- Mit der Eroberung des Diamantenen Sulatanats durch Murak Horas scheint der Stein in die Hände der Güldenländer gefallen zu sein.
- Der Abtransport per Schiff wurde scheinbar von tulamidischen Elementaristen angegriffen worden zu sein, damit verschwindet die Spur.
Bleibt zu hoffen, dass der Stein trotz der Verwendung in solch einem Ritual seinen alveranischen Bezug nicht vergessen hat.
Zurück in Gareth muss ich feststellen, dass niemand außer mir den Weg hierher gefunden hat. Dafür hat Rondrigo uns nach Baliho zur Feier seines Traviabundes geladen. Aurelia und ich besorgen Geschenke, dann brechen wir auf.